„Die Letzten werden die Ersten sein.“ Auf das Personalbuch aus dem Beck-Verlag trifft die Aussage wirklich zu. Dieses Handbuch war eigentlich nur der zweite Titel seiner Art, aber inzwischen ist er der unumstrittene Champion mit Online-Standing und KI-Power, ein „Must-have“ für jeden Arbeitsrechtler. Wie kam es dazu?
Die Pole-Position hatte im Jahr 1992 der Luchterhand-Verlag. Sein Handbuch „Arbeits- und Sozialrecht“ enthielt Erläuterungen, Checklisten und Musterformulierungen zum Arbeits-, Sozial- und Lohnsteuerrecht. Herausgeber war der renommierte Professor Dr. Peter Schwerdtner. Der Titel wurde 1994 in „Handbuch der Personalpraxis“ umbenannt, wohl als Reaktion auf das vom Beck-Verlag im gleichen Jahr erstmals publizierte „Personalbuch“. Sein Herausgeber war der Fachanwalt für Arbeitsrecht, Dr. Wolfdieter Küttner.
Buch mit vielen Fans
Das „Handbuch der Personalpraxis“ ist im Laufe der Jahre in Vergessenheit geraten. Der Grund: Im Jahr 2005 verabschiedete sich der Luchterhand-Titel mit der 14. Auflage aus dem Rennen um die Gunst der zahlreichen Kunden. Neben Anwaltschaft und Gerichten sind auch Betriebsräte, Gewerkschaften, Personalverantwortliche sowie Arbeitgebervereinigungen an diesem jährlichen Arbeitsrechts-Überblick interessiert.
Verleger mit Weitblick
Der „Küttner“ zeigt die Genialität des kürzlich verstorbenen Verlegers Dr. Hans Dieter Beck. Dieser erkannte das Potential des Konzepts und entwickelte es weiter. Der alphabetische Aufbau ermöglicht auch Nichtjuristen einen raschen Zugriff auf gesuchte Informationen bei arbeitsrechtlichen Fragen. Die integrierte Darstellung von Arbeitsrecht, Lohnsteuerrecht und Sozialversicherungsrecht überzeugte im Laufe der Jahre die Praktiker immer mehr und so wurde der Titel zu einem „Bestseller“ des Beck-Verlags.
Prestigeprojekt „Küttner“
Der zeitsparende Zugriff auf die im Buch zitierten Fundstellen war lange ein Traum. Durch den Aufbau von beck-online wurde der Traum Wirklichkeit. Das Personalbuch bekam einen „digitalen Zwilling“ und der Buchkäufer einen kostenlosen Datenbankzugang. Damit konnte er die zitierte Rechtsprechung, Gesetzestexte oder Literaturfundstellen bequem bei beck-online im Volltext nachlesen.
Der technische Aufwand auf der Verlagsseite war und ist enorm, müssen die Verlinkungen der digitalen Buchversion doch jährlich neu erstellt, oder überprüft werden. Die Aufbereitung für die nun integrierte KI-Anwendung „FRAG DEN KÜTTNER“ macht die Sache nicht einfacher.
Formularbuch „light“
Die Online-Version des Personalbuches wurde von Auflage zu Auflage mit immer mehr Mustern und Vorlagen ausgestattet. Neben downloadfähigen Vertrags- und Formularmustern finden sich hier auch viele weitere Arbeitshilfen wie Vereinbarungen für Abfindungen oder der Entwurf eines Sozialplans. Über 70 topaktuelle Dokumentvorlagen machen das Personalbuch zu einem „Formularbuch light“.
Der Preis ist heiß
Die Online-Ausgabe des Personalbuchs erhält zwei zusätzliche Updates bis zur Neuauflage im Folgejahr. Damit steht der Titel einem Online-Kommentar hinsichtlich der Aktualität kaum nach.
Der Preis für das Personalhandbuch 2026 beträgt 199 Euro. Angesichts des enormen Leistungsumfangs (Print- und Onlineausgabe, zwei kostenlose Updates, Fundstellen verlinkt bei beck-online und KI-Anwendung) ist das ein Preis, der nur durch den römischen Rechtssatz „Judex non calculat“ zu erklären ist.
Blaupause für Chat-Books
Das „Personalbuch“ hat viele Leistungsmerkmale der innovativen „Chat-Books“ bereits vorweggenommen: Bequemer und schneller Zugriff auf gesuchte Information, hohe Aktualität und rechtssichere Arbeitshilfen. Der medienübergreifende Ansatz des „Küttner“ wurde noch um KI- und Legal Tech-Funktionalität erweitert. KI-Technik kommt bei der Recherche und der Bereitstellung von „personalisierten“ Dokumentvorlagen zum Einsatz. Das ist Legal Tech (Wikipedia: „Automatisierung von juristischen Tätigkeiten“) in einer einfachen aber sehr hilfreichen Form.
Obacht! der WERBEBLOCK
Wer mehr über das Personalbuch 2026 wissen, oder es gar bestellen will, dem lege ich die Internetseite der Juristischen Fachbuchhandlung aus Essen ans Herz. Da ist alles Wissenswerte über die aktuelle 33. Auflage (natürlich übersichtlich aufbereitet) zu finden.
